24.01.2026

Die perfekte Büroaufteilung: Welche Raumkonzepte überzeugen?

Großraumbüro, Zellenbüro oder Activity-Based Working? Erfahre, welche Bürotypen es gibt – und wie sie Produktivität, Fokus und Teamarbeit beeinflussen. 

Die perfekte Büroaufteilung finden

Das Büro - ein Ort, an dem Menschen aller Art zusammentreffen. Viele haben eine gute Bindung zueinander, bei anderen ist die einzige Gemeinsamkeit der Arbeitgeber. Da kann es eine Herausforderung werden, für alle Beteiligten die passende Bürosituation zu schaffen. Denn wo Lina gerne in Ruhe arbeitet und sich schnell durch andere Menschen abgelenkt fühlt, liebt Moritz den Trubel des Großraumbüros, in dem man jederzeit an die Kolleginnen und Kollegen herantreten und sich mit ihnen (privat oder beruflich) austauschen kann.  

Welche Raumkonzepte gibt es und wie funktionieren sie? 

Die Büroaufteilung ist also weit mehr als nur eine Frage der Ästhetik oder Flächeneffizienz – sie beeinflusst direkt die Produktivität, Zufriedenheit und Gesundheit der Beschäftigten. Doch welche Bürotypen gibt es, welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich, und was passt wirklich zum Unternehmen?

Das Großraumbüro: Kommunikation vs. Konzentration

Das Großraumbüro ist der Klassiker moderner Büroarchitektur – offen, weitläufig und meist ohne feste Arbeitsplätze oder trennende Wände. Es fördert spontane Kommunikation und ermöglicht kurze Entscheidungswege.

Vorteile des Großraumbüros:

  • Erleichtert den Austausch zwischen Teams
  • Fördert Zusammenarbeit und Innovationsprozesse 
  • Günstiger im Flächenverbrauch 

Nachteile des Großraumbüros: 

  • Hoher Geräuschpegel 
  • Wenig Rückzugsmöglichkeiten 
  • Konzentrationsstörungen durch ständige Reize 

Wirkung auf Mitarbeitende: Während extrovertierte Persönlichkeiten vom sozialen Miteinander profitieren, erleben introvertierte oder auf konzentriertes Arbeiten angewiesene Mitarbeitende das Großraumbüro oft als stressig. 

Das Zellenbüro: Ruhe und Struktur

Der Begriff Zellenbüro klingt erstmal nach Gefängnis. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um klassische Einzel- oder Zweierbüros. Diese bieten Privatsphäre und eine strukturierte Arbeitsumgebung. Sie sind besonders in traditionellen Branchen und für Tätigkeiten mit hohem Konzentrationsbedarf beliebt. 

Vorteile von Einzelbüros: 

  • Hoher Fokus möglich
  • Geringe Störanfälligkeit 
  • Vertrauliche Gespräche problemlos durchführbar 

Nachteile von Einzelbüros: 

  • Weniger Austausch mit Kolleg:innen 
  • Kommunikationsbarrieren 
  • Höherer Flächenbedarf 

Wirkung auf Mitarbeitende: Ideal für Aufgaben, die tiefe Konzentration oder vertrauliche Arbeit erfordern – etwa in der Buchhaltung oder Rechtsabteilung. Gleichzeitig kann soziale Isolation ein Problem darstellen. 

Das Kombibüro: Balance zwischen Fokus und Austausch

Das Kombibüro verbindet Einzelarbeitsplätze mit offenen Gemeinschaftsflächen. Mitarbeitende haben Rückzugsorte, aber auch Zugang zu kommunikativen Zonen wie Lounge-Bereichen oder offenen Besprechungsinseln. 

Vorteile der Kombibüros: 

  • Flexible Nutzung je nach Aufgabe 
  • Förderung von Teamarbeit bei gleichzeitiger Rückzugsmöglichkeit 
  • Gute Balance zwischen Kommunikation und Konzentration 

Nachteile der Kombibüros: 

  • Höherer Planungsaufwand 
  • Technisch anspruchsvoller (z. B. Akustiklösungen) 
  • Kann teuer in der Umsetzung sein 

Wirkung auf Mitarbeitende: Dieses Modell kommt dem Bedürfnis vieler Beschäftigter nach Abwechslung und Selbstbestimmung entgegen und kann so Motivation und Leistung steigern. 

Activity-Based Working (ABW): Arbeiten je nach Aufgabe

Beim ABW gibt es keine festen Arbeitsplätze – stattdessen wählen Mitarbeitende den Raumtyp passend zur jeweiligen Tätigkeit. Dafür gibt es Zonen für Stillarbeit, Kreativarbeit, Telefonate oder Meetings. Laptops und Co werden dafür an einem festen Ort im Büro (z.B. Fächer im Eingangsbereich) gelagert. Wer morgens kommt, nimmt sich das eigene Arbeitsequipment und sucht sich den Platz, der für den heutigen Tag am besten passt. 

Vorteile des Activity-Based-Working: 

  • Hohe Flexibilität
  • Optimale Nutzung der Flächen 
  • Fördert Eigenverantwortung 

Nachteile des Activity-Based-Working: 

  • Eingewöhnungszeit notwendig 
  • Wenig persönliche Bindung zum Arbeitsplatz 
  • Erfordert hohe Disziplin in der Nutzung 
  • Wer früher kommt, bekommt die beliebtesten Plätze. Das kann zu Konflikten führen 

Wirkung auf Mitarbeitende: Besonders wirksam in dynamischen Teams mit wechselnden Aufgaben. Allerdings fühlen sich manche Mitarbeitende durch die fehlende "Homebase" entwurzelt. 

Fazit: Kein Bürotyp passt für alle 

Die ideale Büroaufteilung ist immer individuell – sie sollte auf die Kultur, Prozesse und Mitarbeitenden des Unternehmens abgestimmt sein. Eine sorgfältige Analyse der Arbeitsweisen, gepaart mit einem partizipativen Planungsprozess, ist der Schlüssel zu einer Infrastruktur, die wirklich funktioniert. Wer Büroflächen als strategischen Faktor begreift, schafft nicht nur funktionale Räume, sondern stärkt langfristig auch Motivation, Identifikation und Innovationskraft. 

Übrigens: 
In den myhive Offices findet jede und jeder den passenden Arbeitsplatz: ruhige Einzelbüros ermöglichen konzentriertes Arbeiten, während offen gestaltete Bereiche durch gezielte akustische Maßnahmen – wie schallabsorbierende Paneele – eine angenehme Geräuschkulisse schaffen und gleichzeitig den Austausch fördern. 
 
Und wer während der Arbeitszeit gerne allein ist, aber in den Pausen die Gesellschaft der Kolleginnen und Kollegen schätzt, kann den großzügigen Restaurantbereich, die Fitnessarea oder andere Freizeitmöglichkeiten im Team nutzen. 

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