Als Start-up wird eine neugegründete Firma mit innovativen, unkonventionellen und kreativen Ideen bezeichnet, die großes Wachstumspotential besitzt. Die Geschäftsidee eines Start-ups wird meist auf einer kleinen Ebene verwirklicht, um dann zu expandieren. Das Internet führte weltweit – auch in Österreich – zu einem rasanten Anstieg der Neugründungen. Sie sind für gewöhnlich jünger als 10 Jahre, haben ein innovatives Geschäftsmodell sowie innovative Technologien. Zudem verzeichnen sie ein signifikantes Mitarbeiter- und Umsatzwachstum. Start-ups sind jung, attraktiv und innovativ. Sie handeln agil, schnell und ressourcenfreundlich und haben das Potential in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen.
Der Aufbau eines Start-ups erfordert so einiges und die meisten scheitern an unzureichender Planung. Wie Sie Planungsfehler bei Ihrer Gründung vermeiden können und was es sonst zu beachten gibt erfahren Sie hier!
Für die erfolgreiche Gründung eines Start-ups benötigt man zunächst die passende Idee. Ideal ist es hier eine Marktlücke oder eine bessere Lösung für ein bereits bestehendes Problem zu finden. Für ein gutes Start-up folgt die Lösung aus einem Problem, die beste Lösung ohne Problem ist nutzlos. Achten Sie darauf, sich auf einen bestimmten Problembereich zu fokussieren. So vermeiden Sie es, durch zu komplexe Ideen, das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Es ist wichtig die Lösung des Problems einem bestimmten Markt zuzuordnen, um die Potentiale dieses Marktes analysieren zu können. Marktforschung ist bereits während der Ideenfindung essenziell, um aussichtlose Ideen bereits in den Kinderschuhen identifizieren zu können.
Recherchieren Sie nach Lösungen potenzieller Wettbewerber, um Verbesserungspotentiale ausfindig zu machen und diese gegebenenfalls in Ihre Problemlösung einfließen zu lassen. Sollten Ihnen keine Mängel auffallen, kann es sich lohnen auf einem anderen Markt nach einem Problem zu suchen.
Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto besser. Es können selbstverständlich auch mehrere Zielgruppen angesprochen werden, sie sollten jedoch eher eng gefasst sein. Hierfür eignen sich beispielsweise Proto-Personas. Proto-Personas beschreiben hypothetische, sogenannte „archetypische“ Nutzer, die exemplarisch für potenzielle Nutzer mit ähnlichen Anforderungen an Funktionsumfang und Interaktionsdesign eines Produktes, stehen. Kurz gesagt, werden fiktive Zielpersonen genauestens beschrieben, um die optimale Zielgruppe für die Idee eines Start-ups zu bestimmen. Darüber hinaus können sich durch diese Art Vorarbeit weitere Probleme einer Zielgruppe auftun, die in die Idee mit eingebunden werden können, um das Produkt noch zielgerichteter zu gestalten. Dieser Prozess kann in Form von Gesprächen, Interviews oder auf anderen Recherchewegen geschehen.
Ein weiterer oder auch zusätzlicher Weg der Zielgruppenbestimmung ist der Einsatz einer sogenannten empathy-map. Diese verfolgt das Ziel, die Bedürfnisse von potenziellen Kunden klar zu benennen, um eine Basis für konkrete Marketingmaßnahmen zu schaffen. Im Gegensatz zum bereits beschriebenen Persona-Konzept, geht es im empathy-mapping jedoch stärker um die Gefühlslage der Zielgruppe: Die Wünsche potenzieller Kunden werden nicht nur beschrieben, sondern auch in Gänze verstanden.
In einigen Branchen, hauptsächlich im IT- oder Dienstleistungsbereich, ist häufig vorerst kein Geldgeber nötig. Sollte jedoch ein Sponsor benötigt werden gilt: Ein guter Pitch ist alles!
Um diesen Pitch zu landen, ist es wichtig, das eigene Produkt motiviert und überzeugend zu präsentieren, um Investoren für das Projekt zu gewinnen. Eine kreative Idee reicht hier meist nicht aus, da jeder gute Investor nur in garantiert rentable Projekte investieren wird. Die Rolle des Investors im Unternehmen sollte zudem bereits zu Anfang festgelegt werden. Ob Anteilseigner, Eigentümer oder Kreditgeber spielt eine maßgebliche Rolle in der Unternehmensführung.
Da einem Start-up gerade zu Beginn meist wenig Geld zu Verfügung steht, ist es umso wichtiger, die richtigen Mitarbeiter zu wählen. Nur Mitarbeiter, die ähnlich für die Idee brennen, werden Sie dabei unterstützen mit der Neugründung möglichst weit zu kommen.
Ein Silicon Valley Dev Team, welches schnell und unabhängig arbeitet dafür aber ein Vermögen kostet, wird bei einem kleinen Budget wohl ebenso unpassend sein wie ein Dauerpraktikant, welcher zwar günstig ist, dafür jedoch durchgehende Betreuung durch eine weitere Person benötigt. Wichtig für den Erfolg eines Start-ups sind ambitionierte Mitarbeiter, die am Erfolg des Unternehmens interessiert sind!
Der Aufbau eines Start-ups braucht seine Zeit. Gerade zu Beginn können verstärkt Fehler auftreten, sich Hürden aufstellen und Steine im Weg liegen, die es zu bewältigen gilt. Dies erfordert viel Geduld und Ausdauer.
Erst mit der Zeit wird sich zeigen, ob die Zielgruppe die Idee annimmt und sie sich etablieren wird. Hat das Produkt allgemeinen Anklang gefunden, können kleine bis mittlere Unstimmigkeiten meist nachkorrigiert werden. Gerade in den Anfangsstadien kann es auf und ab gehen, wichtig ist es für Unternehmensgründer das zu erkennen, abzuwägen und vor allem flexibel zu sein!
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